Chinesische Oper im Musik Lexikon

Musik Lexikon: Chinesische Oper

Die Musik, Sprache, Spiel, Tanz, Masken und Kampfkunst verbindende chinesische Oper ist eine vergleichsweise späte Entwicklung, die sich erst seit dem 12. Jahrhunderts herauszukristallisieren begann.

Am bekanntesten ist im Westen die Pekingoper, die sich im 19. Jahrhunderts aus einer Synthese anderer chinesischen Opernformen und Gesangsstile entwickelt hat. Jedoch gibt es insgesamt an die 360 lokale chinesische Opern-Typen. Die verschiedenen Saiten- und Blasinstrumente variieren je nach Region in der Wichtigkeit. Perkussionsensemble spielen überall eine große Rolle. Unterschiede in den lokalen chinesischen Opern sind auch in den diversen Gesangsarten zu finden, die von den jeweiligen Dialekten geprägt sind.

Die verschiedenen Rollen innerhalb einer chinesischen Oper sind nicht nur an den festgelegten Masken und Kostümen zu erkennen, sondern auch an den stilisierten Stimmregistern, die von einer nasalierten Kopfstimme bis zu einer tiefen Bruststimme reichen.

Wie alle künstlerischen Genre musste sich auch die chinesische Oper einer politischen Zensur unterziehen und brachte während der Mao-Ära eine Reihe von sogenannten Modell-Opern hervor, die ausschließlich im revolutionären Kontext standen. Inzwischen wird jedoch auch wieder die chinesische Tradition gepflegt.

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